Zeitungsstadt Czernowitz. Studien zur Geschichte der deutschsprachigen Presse der Bukowina (1848-1940)

Titel: Zeitungsstadt Czernowitz. Studien zur Geschichte der deutschsprachigen Presse der Bukowina (1848-1940)
Herausgeber: Andrei Corbea-Hoisie, Ion Lihaciu, Markus Winkler
Reihe: Bukowinastudien II
Format: 14,8 x 20,5 cm
264 S.
ISBN: 978-3942994-07-1
Status: Lieferbar
Preis: 29,80 Euro

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Inhalt:

Der Band stellt das einzigartige Phänomen einer mitteleuropäisch geprägten Presselandschaft vor. Mehr als 300 deutschsprachige Periodika sind zwischen 1848 und 1940 in Czernowitz erschienen. Diese Zahl und die thematische Vielfalt der Zeitungen und Zeitschriften belegen, dass der Presse an diesem Ort mit seiner spezifischen kulturellen Konstellation eine herausgehobene Funktion zufiel und sie aus heutiger Sicht ein wesentliches Instrument zur Rekonstruktion dieser Kulturlandschaft ist. Die Presse fungierte als wichtigstes Kommunikationsmedium im öffentlichen Raum und förderte die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Modernisierungsprozesse.

Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes erörtern maßgebende Herausgeber und Journalisten der Czernowitzer Presse von den Anfängen bis 1940, fokussieren auf einzelne Periodika, zeigen die Zusammenhänge von Presse, Kultur und Zivilisation auf und widmen sich den Begleiterscheinungen Zensur und Presseskandal. In allen Beiträgen wird eines deutlich: Die deutschsprachige Presse war für die Bildung und Ausformung der gesamten publizistischen Landschaft der Region vor und nach 1918 konstitutiv. An ihr manifestiert sich ein wechselseitiges dynamisches Kommunikationsnetz, das sowohl von der urbanen lokalen Schicht als auch von wichtigen Vertretern der gesamten mitteleuropäischen deutschsprachigen Kulturlandschaft gefördert wurde

Die Autoren:

Andrei Corbea-Hoisie ist Professor für Germanistik in Iasi, Rumänien (Universität “Alexandru I. Cuza”). Eines seiner bevorzugten Forschungsgebiete ist die deutschsprachige Literatur der Bukowina. Hier ist er mit mehreren bedeutenden Studien hervorgetreten (etwa: Czernowitzer Geschichten. Über eine städtische Kultur in Mittel(Ost)europa,  2003; La Bucovine. Éléments d’histoire politique et culturelle, 2004). Ion Lihaciu ist Dozent an der gleichen Universität und hat mehrere kulturhistorische Studien zur Bukowina vorgelegt (u.a. “Czernowitz 1848-1918. Das kulturelle Leben in einer Provinzmetropole” 2012 in diesem Verlag). Markus Winkler ist Germanist und hat viele seiner Forschungen der Hauptstadt der Bukowina gewidmet (etwa: Jüdische Identitäten im kommunikativen Raum: Presse, Sprache und Theater in Czernowitz bis 1923, 2007). Er arbeitet gemeinsam mit Prof. Corbea-Hoisie in Iasi an einem Projekt zur Erforschung der deutschsprachigen Presse der Bukowina.